Ein Google Unternehmensprofil optimieren heisst, jedes Feld mit genauen und für den Kunden nützlichen Angaben zu füllen: die richtige Hauptkategorie, echte weitere Kategorien, eine klare Beschreibung, alle Leistungen, aktuelle Fotos, vollständige Öffnungszeiten und korrekte Attribute. Und es danach lebendig halten: Bewertungen, Antworten, Fotos und Beiträge. Hier die vollständige Checkliste, Feld für Feld, mit dem, was Google erlaubt und was es bestraft.
Die Checkliste auf einen Blick
| Feld | Was zu tun ist | Gewicht |
|---|---|---|
| Hauptkategorie | Die genaueste, die Ihre Haupttätigkeit beschreibt | Sehr hoch |
| Weitere Kategorien | Bis zu 9, nur echte Leistungen | Hoch |
| Name | Der echte Geschäftsname, ohne Suchbegriffe | Hoch (Sperrrisiko) |
| Bewertungen und Antworten | Ein regelmässiger Fluss, jede beantwortet | Sehr hoch |
| Fotos | 20 bis 30 zum Start, danach jede Woche | Hoch |
| Öffnungszeiten | Vollständig, inklusive besonderer Öffnungszeiten | Mittel |
| Beschreibung | 750 Zeichen: was, für wen, wo | Mittel |
| Leistungen / Produkte | Alle, mit kurzer Beschreibung | Mittel |
| Attribute | Zahlungsmittel, Barrierefreiheit, Sprachen | Gering bis mittel |
| Beiträge | Regelmässige Neuigkeiten und Angebote | Gering bis mittel |
1. Die Hauptkategorie
Diese Einstellung wiegt für die Relevanz am meisten: Sie sagt Google, bei welchen Suchen es Sie zeigen soll. Eine zu breite Kategorie («Bauunternehmen») lässt Sie bei genauen Suchen («Dachdecker Winterthur») verschwinden, zugunsten besser kategorisierter Konkurrenten.
- Listen Sie die 5 bis 10 Suchen auf, die Ihre Kunden wirklich eingeben: Branche + Ort.
- Geben Sie jede auf Google Maps ein und notieren Sie die Kategorie der ersten drei (unter dem Namen).
- Wählen Sie die genaueste Kategorie, die Ihre Haupttätigkeit beschreibt.
- Im Profil: Profil bearbeiten → Unternehmenskategorie.
- Zwei Wochen später nochmals prüfen: Google ändert Kategorien manchmal selbst.
Häufige Wechsel der Hauptkategorie können eine neue Bestätigung auslösen. Entscheiden Sie einmal, gestützt auf das, was Ihre Konkurrenz rankt.
2. Die weiteren Kategorien
Sie können bis zu 9 hinzufügen. Sie erweitern die Suchen, bei denen Sie erscheinen, sofern sie einer echten Leistung entsprechen. Eine Garage, die auch Carrosserie und Reifen macht, kann «Carrosserie» und «Reifenhändler» ergänzen; fremde Kategorien können zur Sperrung führen.
3. Der Firmenname
Google verlangt den Namen, den Sie im echten Leben verwenden: Schild, Website, Briefpapier. Ort oder Suchbegriffe anzuhängen («Garage Müller Autoreparatur Winterthur») verstösst gegen die Richtlinien. Das klappt manchmal ein paar Wochen, dann wird das Profil korrigiert oder gesperrt, und ein Konkurrent kann die Änderung melden.
4. Die Beschreibung
Bis zu 750 Zeichen. Die ersten Zeilen erscheinen vor dem «Mehr»: Dort gehört das Wichtigste hin. Schreiben Sie für Kunden, nicht für Maschinen.
- Was Sie tun, mit den Worten Ihrer Kunden.
- Für wen: Private, Firmen, Verwaltungen.
- Wo: Ihr Ort und die bedienten Gemeinden.
- Was Sie auszeichnet: Reaktionszeit, Spezialität, Erfahrung, Sprachen.
- Verboten: Links, Telefonnummern, Aktionspreise, Text in Grossbuchstaben.
Beispiel für einen Sanitär: «Sanitär und Heizung in Winterthur und Umgebung seit 2009. Lecks, Boilerentkalkung, Badsanierungen für Private und Verwaltungen. Beratung auf Deutsch und Französisch, kostenlose Offerte vor Ort.»
5. Leistungen und Produkte
Listen Sie alle Leistungen auf, eine pro Zeile, mit kurzer Beschreibung und auf Wunsch einem Richtpreis. Sie helfen Google, Ihr Profil mit genauen Suchen zu verbinden («Boiler entkalken»), und der Kunde sieht sofort, ob Sie das Gesuchte anbieten. Für Geschäfte zeigt der Bereich Produkte Ihre wichtigsten Artikel.
6. Die Fotos
Echte Fotos schaffen Vertrauen und zeigen, dass die Firma aktiv ist. Starten Sie mit 20 bis 30 Fotos und ergänzen Sie regelmässig: Die Häufigkeit zählt so viel wie die Anzahl.
- Fassade und Schild, damit man Sie bei der Ankunft erkennt.
- Innenraum oder Werkstatt.
- Das Team bei der Arbeit.
- Beschriftete Fahrzeuge.
- Ausgeführte Arbeiten: vorher und nachher.
- Ein scharfes Logo und Titelbild.
- Zu vermeiden: Stockfotos, Montagen, Text auf den Bildern.
7. Die Öffnungszeiten
Mit vollständigen Öffnungszeiten kann Google dem Kunden «Geöffnet» oder «Geschlossen» anzeigen. Tragen Sie vor jedem Feiertag (Auffahrt, Pfingsten, 1. August, Weihnachten) und während Ihrer Ferien besondere Öffnungszeiten ein. Wer vor verschlossener Tür steht, hinterlässt oft eine schlechte Bewertung.
8. Einzugsgebiet und Adresse
Fahren Sie zu Ihren Kunden, geben Sie ein Einzugsgebiet an (bis zu 20 Gebiete: Gemeinden, Bezirke, Kantone) und blenden Sie die Adresse aus, wenn Sie niemanden empfangen. Bleiben Sie realistisch: Das Gebiet erweitert das Ranking nicht von selbst, Google berücksichtigt weiterhin die Entfernung.
9. Die Attribute
Google bietet je nach Kategorie Attribute an: Zahlungsmittel (TWINT, Karten), rollstuhlgerechter Eingang, Sprachen, Online-Termine. Setzen Sie nur die zutreffenden: Sie beantworten Fragen, bevor der Kunde anruft.
10. Die Beiträge
Beiträge (Neuigkeiten, Angebote, Veranstaltungen) zeigen ein lebendiges Profil. Ein Beitrag pro Woche oder alle zwei Wochen genügt: eine abgeschlossene Baustelle, eine neue Leistung, die Öffnungszeiten über die Feiertage.
Die Wochenroutine
- Jeden Kunden dieser Woche um eine Bewertung bitten (siehe Google Bewertungen bekommen).
- Jede neue Bewertung beantworten (siehe auf Google Bewertungen antworten).
- 2 bis 5 Fotos hochladen.
- Von Google vorgeschlagene Änderungen prüfen.
- Einen Beitrag veröffentlichen.
Ein vollständiges Profil reicht nicht immer: Es zählt der Abstand zu den drei Firmen vor Ihnen. Der Gratis-Check vergleicht sie Zahl für Zahl.
Fehler, die teuer werden
- Suchbegriffe im Namen: Sperrrisiko.
- Sichtbare Adresse bei einer Firma ohne Kundenempfang: gegen die Richtlinien.
- Kategorien ohne Bezug zur Tätigkeit.
- Mehrere Profile für denselben Standort.
- Andere Angaben als auf local.ch und search.ch (siehe Local SEO in der Schweiz).
Vorher / nachher: ein Coiffeur-Profil (Illustration)
| Feld | Vorher | Nachher |
|---|---|---|
| Hauptkategorie | Kosmetikstudio | Friseursalon |
| Weitere Kategorien | Keine | Herrenfriseur, Barbier |
| Beschreibung | Leer | «Friseursalon in Zürich-Wiedikon seit 2015: Damen- und Herrenschnitte, Farbe, Barbier. Samstags ohne Termin.» |
| Leistungen | Keine | 12 Leistungen mit Richtpreisen |
| Fotos | 3 Fotos von 2019 | 35 aktuelle Fotos: Salon, Team, Arbeiten |
| Besondere Öffnungszeiten | Keine | Festtage eingetragen |
| Terminlink | Keiner | Link zur Online-Buchung |
Die Links im Profil
Je nach Kategorie akzeptiert das Profil Links zur Website, zur Terminbuchung, zu einem Menü oder zur Bestellung. Lassen Sie den Website-Link auf die nützlichste Seite zeigen (oft die Startseite oder bei mehreren Standorten die Seite des betreffenden Orts) und prüfen Sie jeden Link am Handy.
Zweisprachige Kundschaft
In Biel, Freiburg oder im Wallis sucht ein Teil der Kunden auf Französisch. Ihre Leistungen können beide Begriffe nennen, wo es natürlich ist («Sanitär / sanitaire»), und Antworten auf Bewertungen folgen der Sprache der Bewertung. Der Name bleibt der Geschäftsname.
Häufige Fragen
Gehören Suchbegriffe in den Namen?
Nein. Der Name muss der Ihres Geschäfts sein. Suchbegriffe verstossen gegen die Google-Richtlinien und können zur Sperrung führen.
Wie viele Fotos soll ich hochladen?
Starten Sie mit 20 bis 30 echten Fotos und ergänzen Sie regelmässig. Die Häufigkeit zählt so viel wie die Anzahl.
Wie viele Kategorien kann man wählen?
Eine Hauptkategorie und bis zu 9 weitere, alle mit Bezug zu einer echten Tätigkeit.
Beeinflusst die Beschreibung das Ranking?
Sie hilft Google und dem Kunden, Ihr Angebot zu verstehen. Kategorie, Bewertungen und Entfernung wiegen mehr, aber eine klare Beschreibung verhindert, bei der Relevanz auszuscheiden.
Wie lange dauert das Optimieren?
Rechnen Sie mit einem Arbeitstag für eine seriöse Einrichtung (Kategorien, Beschreibung, Leistungen, Fotos, Öffnungszeiten, Attribute) und danach 1 bis 2 Stunden pro Woche. Unsere Schätzung, je nach Ausgangslage.
Soll ich Preise bei den Leistungen angeben?
Das ist nicht Pflicht. Ein Richtpreis («ab CHF 80») hilft beim Entscheid und filtert Anfragen ausserhalb des Budgets.
Sind Beiträge unverzichtbar?
Nein, aber sie zeigen ein aktives Profil und geben dem Kunden einen Grund, Sie zu wählen. Ein Beitrag alle ein bis zwei Wochen genügt.